bei der Tammer SPD.
Am Sonntag, den 14. Juni 2026, traf sich der SPD-Ortsverein Tamm von 10 bis 15 Uhr zu einer ZukunftsWerkstatt. In konstruktiver und offener Atmosphäre nutzten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, gemeinsam über die zukünftige Entwicklung des Ortsvereins nachzudenken und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.
Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung des Ortsvereins sowie die Frage, wie die politische Arbeit vor Ort auch künftig engagiert, zeitgemäß und erfolgreich gestaltet werden kann. Dabei wurden zahlreiche Ideen gesammelt, Prioritäten gesetzt und Perspektiven für die weitere Arbeit entwickelt.
Die ZukunftsWerkstatt hat gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch und die gemeinsame Diskussion für eine lebendige Parteiarbeit sind. Mit vielen neuen Impulsen, klaren Zielen und frischer Motivation geht der Ortsverein nun die nächsten Schritte an
Am Mittwoch, 17. Juni 2026 findet wieder unsere regelmäßige Veranstaltungsreihe „Tamm diskutiert“ statt. Diesmal geht es um den Bürgergarten. Beginn ist um 19 Uhr in der VfB-Gaststätte. Danach tagt wieder der OV-Vorstand mitgliederöffentlich. Alle, die Interesse haben, zum Thema Bürgergarten mitzudiskutieren, sind herzlich eingeladen.
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 27.3.2026 wurden Maya Stockmeier und Peter Schwenzer in ihren Ämtern als Vorstände des SPD-Ortsvereins Tamm wiedergewählt. Beisitzer sind Sonja Hanselmann-Jüttner, Lasse Stockmeier und Günther Hofmann. Kassenwart bleibt Thomas Schwidder und als Schriftführer wurde Harald Konnerth bestätigt.
Liebe Genoss*innen,
das Ergebnis der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit rund 5,5 Prozent ist ein historischer Tiefpunkt. Es ist kein Ausrutscher, sondern die Folge einer jahrelangen politischen und personellen Strukturkrise unserer Landespartei. Vertrauen ist verloren gegangen, bei Wähler*innen ebenso wie zunehmend innerhalb der Partei.
Nach jeder Wahlniederlage hören wir die gleichen Ankündigungen: Aufarbeitung, Erneuerung, kein „Weiter so“. Am Ende ist dennoch genau das passiert. Dieses ritualisierte Muster hat maßgeblich zu unserer heutigen Lage beigetragen.
Am Wahlabend erklärten Andreas Stoch und Sascha Binder, Verantwortung zu übernehmen und von ihren Parteiämtern zurückzutreten. Dass Sascha Binder nur zwei Tage später zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt wurde, konterkariert dieses Signal vollständig. Ein glaubwürdiger Neuanfang sieht anders aus. Als Generalsekretär trug Sascha Binder zentrale Verantwortung für einen Wahlkampf, der es nicht geschafft hat, unsere Themen sichtbar zu machen und Vertrauen zurückzugewinnen. Dass ausgerechnet er nun eine der wichtigsten Führungspositionen übernimmt, sendet ein fatales Signal.
Inhaltlich bleibt die zentrale Frage: Wofür steht die SPD in Baden-Württemberg noch erkennbar?
Viele sozialdemokratische Kernanliegen – gute Arbeit, starke Tarifbindung, bezahlbarer Wohnraum und soziale Sicherheit – standen zwar im Wahlprogramm. Offensichtlich ist es uns jedoch nicht gelungen, diese Themen glaubwürdig zu vermitteln. Gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen uns offenbar nicht mehr selbstverständlich als ihre politische Vertretung.
Die SPD muss wieder klar die Partei der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein.
Gleichzeitig wächst die Frustration an der Basis. Wenn immer mehr engagierte Mitglieder aus Enttäuschung ihre Arbeit einstellen, steht die SPD Baden-Württemberg organisatorisch vor dem Aus.
Für eine glaubwürdige Erneuerung erwarten wir daher:
· einen echten personellen Neuanfang
· eine Mitgliederbefragung über die künftige Parteiführung
· eine verbindliche Beteiligung der Mitglieder zur inhaltlichen Neuausrichtung
· sowie einen klaren politischen Neuanfang mit konkreten Konsequenzen.
Die SPD Baden-Württemberg steht an einem Wendepunkt. Ein weiteres „Weiter so“ können wir uns nicht leisten.
Mit solidarischen Grüßen
SPD Ortsverein Tamm
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