SPD Tamm

Vieles kann, einiges sollte unbedingt besser werden

Veröffentlicht am 21.02.2011 in Landespolitik

Keine Frage: Im Land Baden-Württemberg lebt man besser als in den meisten anderen Ländern. Das haben wir vor allem den tüchtigen Menschen in Baden-Württemberg zu verdanken: Handwerkern, Unternehmern, Facharbeiter, Angestellte, Beamte, Bauern etc. Doch auch wenn vieles ganz gut aussieht, lohnt es sich dennoch genau hinzuschauen, ob es nicht noch besser gehen würde. Beispiel Bildung: In der PISA-Studie lag unser Ländle in Deutschland auf den vorderen Plätzen, international am Ende des ersten Drittels. Es gibt allerdings kein Bundesland, in dem so viel Schüler Nachhilfe erhalten wie in Baden-Württemberg. Die gute Platzierung bei PISA resultiert also zu einem Gutteil aus dem privaten Engagement der Eltern. Zudem ist gerade in Baden-Württemberg der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg besonders groß. Hinzu kommt, dass immerhin jeder fünfte Schüler die Schule ohne Abschluss verlässt. Gute Schule geht anders: Längeres gemeinsames Lernen entschärft die soziale Selektion. Richtig gemachte Ganztagesschulen sorgen dafür, dass die Schüler das Nötige in der Schule lernen und nicht bei der Nachhilfe. Weniger Kultusbürokratie und mehr Eigenverantwortung der Schulen vor Ort sowie Mitspracherechte von Eltern sorgen für Bildungsangebote, die sich den lokalen Gegebenheiten und Wünschen anpassen. Die Bürger von Baden-Württemberg zeigen auf vielfältige Weise, dass sie mehr Mitsprache wünschen. Das sollte ernst genommen werden.