Am Internationalen Frauentag konnten die Frauen vom SPD Ortsverein Tamm Sonja Hanselmann-Jüttner, Maya Stockmeier und Karin Waldmann zahlreiche Teilnehmerinnen zum Frauenfrühstück im Rathauskeller begrüßen. Die Bewirtung hatten Albert Kütter und Alexander Maier übernommen. Das Thema in diesem Jahr lautete „Frauen und Gesundheit“. Bärbel Mauch, Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Baden-Württemberg, stimmte mit ihrem Impulsreferat auf eine rege Diskussion ein.
Frauengesundheit wird durch zahlreiche Faktoren gefährdet. Die Mehrfachbelastung durch Beruf, Haushalt, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen lässt Frauen schnell an die gesundheitlich vertretbaren Grenzen kommen. Sie gehen häufiger zum Arzt, werden oft nicht ernst genommen und erhalten Medikamente und Therapien, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit nur für Männer belegt ist.
Die Rahmenbedingungen machen es Frauen auch nicht leicht. In Baden-Württemberg erhalten sie 28,5% weniger Entlohnung als Männer (Bundesdurchschnitt 23%). Über 2/3 der prekären Minijobs werden von Frauen ausgeübt. 76% aller Mütter arbeiten in Teilzeit. Hausarbeit wird immer noch hauptsächlich von Frauen geleistet. Im Alter lauert schließlich noch die Armut. Während Männer ab 65 Jahren in Baden-Württemberg mit 11,9% von Altersarmut gefährdet sind, liegt das Risiko bei Frauen im selben Alter bei 16,5% (Bundesdurchschnitt 12,9%).
Fazit: Es ist fünf nach zwölf. Der Worte ist genug gewechselt. Frauen müssen vehement ihre Rechte einfordern.