SPD Tamm

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SPD-Chef Andreas Stoch einen Tag „Rund um den Asperg“ unterwegs

Veröffentlicht am 07.12.2022 in Landespolitik

Der Landesvorsitzende Andreas Stoch (2.v.l.) mit BM Martin Bernhard und Mitgliedern der Ortsvereine

Einen ganzen Tag Zeit nahm sich der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende und ehemalige
Kultusminister von Baden-Württemberg, Andreas Stoch, um die Gemeinden rund um den Asperg
einen Besuch abzustatten. Am Vormittag informierte sich der SPD-Landespolitiker gemeinsam mit
der Tammer SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Maya Stockmeier bei der Firma MARABU über die
Auswirkungen des Ukrainekrieges und der damit verbundenen Energiekrise über die Probleme eines
mittelständischen Familienbetriebs. Ebenfalls bei diesem Besuch dabei war der Tammer
Bürgermeister Martin Bernhard.
Geschäftsführer York Boeder und Betriebsleiter Martin Schwarz zeichneten bei einem Gespräch mit
Andreas Stoch zuerst die Firmengeschichte und das Portfolio des Tammer Betriebs auf. Zur aktuellen
Situation der Firma erläuterte der Geschäftsführer, dass durch den Ukrainekrieg mehr als 5% des
Umsatzes des Betriebs mit russischen Geschäftspartnern weggefallen sei. Durch eine kluge
Unternehmensstrategie sei dies aber gerade noch verkraftbar gewesen. Auf die Energiekrise reagiere
das Unternehmen durch einen Austausch besonders energieträchtiger Maschinen mit sparsamen
Neuanschaffungen. Diese Strategie habe MARABU aber bereits vor dem Ukrainekrieg in die Wege
geleitet, da der Tammer Betrieb sich auch in der Verantwortung beim Klimaschutz sehe. Andraes
Stoch zeigte sich beeindruckt von der Weitsichtigkeit der Unternehmensleitung. „Gerade jetzt
kommt es darauf an, dass die Wirtschaft gemeinsam mit Bund, Land und Kommunen noch mehr in
energie- und umweltschonende Technologien investieren,“ so der SPD-Politiker. Beim Gespräch
brachte er den Vorschlag eines Finanzfond des Landes ins Spiel, durch den die Unternehmen
Zuschüsse beim Umstieg auf eine umweltfreundlichere Ausstattung erhalten könnten. Diesen
Vorschlag traf bei York Boeder und Martin Schwarz auf volle Zustimmung.
Besonders kritisch ist die Corona-Epidemie für MARABU. „Die chemische Industrie auf der ganzen
Welt und besonders wir Farbenhersteller sind sehr stark vom chinesischen Zulieferermarkt abhängig.
Die restriktive Coronapolitik der chinesischen Regierung hat uns hier in große Schwierigkeiten
gebracht. Diese Abhängigkeit muss verändert werden, Europa muss handeln,“ meinte York Boeder
unter der Zustimmung von Andreas Stoch. Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt war Thema beim
Besuch des SPD-Chefs. Er erläuterte, dass allein durch den demografischen Wandel jährlich ca. 400
000 Facharbeiterstellen kaum mehr besetzt werden könnten. Die Betriebsleitung und der SPD-
Politiker waren sich einig, dass dies nur durch eine gezielte und gesteuerte Einwanderungspolitik
aufgefangen werden könne. „Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland. Dies ist auch
notwendig, um Arbeitsplätze besetzen zu können und damit unseren Wohlstand zu sichern,“ meinte
Andreas Stoch. Bei einem anschließenden Betriebsrundgang konnten sich die Besucher von der
Innovationskraft des Tammer Unternehmens verschaffen, um Andraes Stoch dann zu seinen
weiteren Besuchen in Asperg und Möglingen zu verabschieden.