SPD Tamm

 

Positionspapier zur Kommunalwahl 2014

Gemeinsam Zukunft gestalten - Wir für Tamm

Inhalt:

Bürgerbeteiligung, Bürgernähe

Kinder und Jugendliche

Soziales

Ortsentwicklung

Verkehr

Freizeit und Sport

Klima und Umwelt

Sicherheit

Kultur

Bürgerbeteiligung, Bürgernähe

12.000 Einwohner, 18 Gemeinderäte, ein Bürgermeister; ca. 50 Vereine, Kirchen und Organisationen; an A81 und B27 zwischen Asperg, Bietigheim-Bissingen, Freiberg a.N., Ludwigsburg und Markgröningen; mit derS5 23 Minuten vom Hauptbahnhof Stuttgart entfernt; Wohnort, Arbeitsstätte;259 m Meereshöhe; 8,78 Quadratkilometer.

All dies ist Tamm. Und doch ist Tamm viel mehr. Für die Meisten von unsTeil unserer Heimat. Geselligkeit in Gastronomie oder Vereinen, Kultur in Kelter oder Bürgersaal, Naherholung, Verkehr im Ort und durch den Ort,Kinder und Kinderbetreuung, Eltern und Wohnen und Pflege für Ältere und vieles mehr.Nirgends ist Politik so hautnah für jeden Einzelnen erlebbar wie in derGemeinde; nirgends ist es auch für die Bürger so leicht, ins Gesprächmit den politischen Entscheidungsträgern zu kommen.

Mehr oder weniger Verkehr, Naherholung, neue Bau- und Gewerbegebiete, Schulen, Kindergärten, Kultur, Vereinsförderung – sehr vieles, was sich unter dem Begriff ‚Lebensqualität’ zusammen fassen lässt, wird hier vor Ort in unserer Gemeinde entschieden.

Auch Sie sind dabei gefragt: Ihre Bereitschaft, sich für unser Tamm zu engagieren, trägt wesentlich zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei. An Schule oder Kindergarten, bei der Feuerwehr, im Sport- oder Kulturverein, in der Kirche, in der Politik oder auch ganz praktisch als helfende Hand in der Nachbarschaft – es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu betätigen. Dieses Engagement gilt es zu fördern und auszubauen. Eine Möglichkeit zur Förderung der ehrenamtlichen Arbeit wäre z. B. ein „Haus der Begegnung“. Wir steigern durch die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements die Identifikation unserer Einwohner mit Tamm und kommen zu besseren, weil breiter akzeptierten Lösungen.

Vom Ihr zum WIR.

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Zukunft von Tamm gestalten!

Erste Voraussetzung für mehr bürgerschaftliches Engagement ist der regelmäßige Dialog zwischen Gemeindeverwaltung und den Tammer Bürgerinnen und Bürgern. Dies kann z. B. in jährlich stattfindenden Bürgerversammlungen geschehen. Auch wenn gerade keine „großen Themen“ zur Entscheidung anstehen, soll der Bürgermeister in Bürgerversammlungen über die allgemeine Situation der Gemeinde berichten und mit den Bürgerinnen und Bürgern über die zukünftige Entwicklung der Gemeinde diskutieren. Die Gemeindeordnung von Baden-Württemberg ermöglicht die Mitwirkung fach- und sachkundiger Bürger bei Vorberatungen in den Gemeinderatsausschüs-sen.

Bisher wird hiervon in Tamm selten Gebrauch gemacht. Damit wird bei den Beratungen im Gemeinderat auf wertvolles Fachwissen unserer Bürgerinnen und Bürger verzichtet.

In Lokale-Agenda-Prozessen, Bürgerforen und ähnlichen Ansätzen können in vielen anderen Städten und Gemeinden Bürger direkt bei der Weiterentwicklung ihres Gemeinwesens mitwirken. Dies wollen wir auch in Tamm. Tamm braucht eine starke Zukunftsvision, diese kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung von Verwaltung, Gemeinderat und möglichst vielen Bürgern entstehen. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Zukunft von Tamm gestalten!

Zur Bürgerbeteiligung gehört auch die Möglichkeit von Bürgerentscheiden. Auch wenn die Gemeindeordnung von Baden-Württemberg immer noch höhere Hürden für Bürgerentscheide aufbaut als dies in vielen anderen Bundesländern der Fall ist, kann die Gemeinde selbst durch entsprechende Änderung der Hauptsatzung den Kreis zulässiger Themen deutlich erweitern. Diese Möglichkeit muss genutzt werden. Nicht zuletzt gehört zu einer wirklich bürgerfreundlichen Gemeinde ein Rathaus, das sich Kundenfreundlichkeit ganz oben auf die Fahne geschrieben hat. Nicht die Frage „Was schreiben Gesetze und Verordnungen vor?“ darf als erstes gestellt werden, vielmehr muss die Frage immer lauten „Wie würde ich gerne bedient werden und wie kann dies am Besten im Rahmen der geltenden Gesetze und Verordnungen in wirtschaftlich angemessener Weise erreicht werden?“. Zur Bürgerfreundlichkeit gehören entsprechende Öffnungszeiten des Rathauses. Ein deutlich darüber hinaus reichender Ansatz wäre die Einrichtung eines „Bürgeramtes“ als zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen der Tammer Bevölkerung. Die häufigsten Verwaltungsvorfälle sollten von einem solchen Bürgeramt selbst erledigt werden. Für alle anderen Fälle, insbesondere auch Beschwerden, könnte ein Bürgeramt für die Tammer Bürgerinnen und Bürger als Lotse im Verwaltungsdschungel fungieren sowie sich um die Erledigung innerhalb zugesagter Fristen (Stichwort „Servicestandards“) kümmern.

Leidenschaftlich für Ort und Menschen: Wir wollen mehr Demokratie wagen.

Kinder und Jugendliche

Das Umfeld von Kindern und Jugendlichen ist für uns ein zentrales Anliegen. Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg und die Bundespolitik haben in diesem Bereich Voraussetzungen geschaffen, die wir in konkreten Maßnahmen umsetzen wollen.

1. Betreuungsangebote im vorschulischen Bereich

Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Zweijährige steigt weiterhin an und dem muss zukünftig in den Betreuungseinrichtungen Rechnung getragen werden, ebenso dem Ausbau für Plätze der unter Zweijährigen. Hier zeichnet sich zunehmender Bedarf ab. Auch Tamm ist gesetzlich verpflichtet, dem Betreuungsangebot für unter Zweijährige nachzukommen.

Zentrale politische Aufgabe wird es daher weiterhin sein, ein Betreuungsangebot für Familien mit Kindern zu schaffen, das durchgängig, bedarfsorientiert und bezahlbar ist. Die gute Qualität der Betreuungs-einrichtungen in Tamm ist zu gewährleisten. Dazu sollte ein ständiger Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften, der Fachberatung und der Verwaltung stattfinden. Es sollten regelmäßig Bedarfsumfragen bei den betroffenen Eltern durchgeführt werden und die Öffnungszeiten gegebenenfalls angepasst werden.

2. Ganztagsbetreuung

Wir unterstützen die bereits begonnenen Maßnahmen zur Ganztagsbetreuung in der Grundschule Hohenstange und in der Gustav- Sieber- Schule. Neben der Ganztagsschule müssen zusätzlich flexible Betreuungsangebote gewährleistet werden. Um das Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche fortzuführen, brauchen wir auch in diesem Bereich eine flexiblere Betreuung. So fehlt in Tamm ein Mittagstisch, bzw. Mensa für Schüler ab 10 Jahren.

3. Gemeinschaftsschule

Die Akzeptanz der Werkrealschule hat enorm abgenommen. Infolgedessen ist eine enorme Steigerung der Schülerzahl in der Realschule zu beobachten. Um einen qualitativ guten Unterricht bei dieser heterogener werdenden Schülerschaft zu gewährleisten, fordern wir die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Tamm. Von längerem gemeinsamem und individualisiertem Lernen können alle Schüler persönlich profitieren.

Auch eine gymnasiale Weiterführung muss über das Angebot einer Gemeinschaftsschule gewährleistet sein und bietet eine Alternative zum bestehenden G8. Im Rahmen der Inklusion muss die Schule die Voraussetzungen zur Barrierefreiheit schaffen, um somit eine Teilhabe für alle zu ermöglichen.

4. Ferienbetreuung für Kinder

Es fehlt nach wie vor eine Ferienbetreuung für Kinder, die nicht in der Kernzeitbetreuung/ Ganztagesbetreuung sind. Denkbar wäre eine Ferienbetreuung in Form eines Waldheimes, wie dies in anderen Gemeinden angeboten wird. Auch ein übergreifendes Angebot mehrerer Kommunen wäre denkbar.

5. Sprachliche Förderung

Eine weitere Aufgabe, der wir uns zuwenden müssen, ist die sprachliche Förderung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Um Kindern und Jugendlichen eine gute Teilhabe an unserem Bildungssystem zu ermöglichen, brauchen sie grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache. Dies ist sowohl Aufgabe der Betreuungseinrichtungen als auch der Schulen. Hierbei ist ein weiterer Ausbau der Sprachförderung notwendig und sinnvoll. Die Förderung in diesem Bereich ist von grundlegender Bedeutung, schafft sie doch für viele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit eine gute Schulbildung zu bekommen und somit bessere Perspektiven für die weitere Lebensgestaltung. Sprachförderung ist Prävention.

6. Jugendarbeit

Wir halten die offene Jugendarbeit im Tammer Jugendhaus für eine sehr wertvolle und notwendige Ergänzung des Freizeitangebots für Jugendliche in Tamm. Dabei ist eine offene Jugendarbeit keinesfalls als Konkurrenz zur bestehenden vielseitigen und wertvollen Jugendarbeit der Tammer Vereine zu betrachten. Vielmehr sollten die bereits bestehenden Ansätze zur Vernetzung der Angebote unserer Vereine mit dem Jugendhaus intensiviert und ausgebaut werden. Wir begrüßen daher auch, dass zusätzliche Mittel bereitgestellt wurden. Für die Koordination sozialer Angebote wollen wir eine Stelle im Rathaus schaffen.

Um den teilweise auftretenden Schwierigkeiten mit Jugendlichen wirksam zu begegnen, halten wir es für dringend erforderlich, die erarbeitete Konzeption weiter umzusetzen. Sie vernetzt die bestehenden Angebote und beinhaltet die Zusammenarbeit von Jugendhaus mit der Schulsozialarbeit und den Kindergärten. Auch mobile Jugendarbeit ist als erweiterte Hilfsmöglichkeit denkbar.

7. Jugendgemeinderat und soziale Netzwerke

Wir halten es für sinnvoll, wenn die Verwaltung selbst auf die jungen Bürger unserer Gemeinde zugeht. Gerade in den SMVen der Schulen gibt es politisch interessierte Jugendliche, über die man eine Vernetzung mit der Kommunalpolitik ausprobieren könnte. Da die Einrichtung eines Jugendgemeinderates bislang scheiterte, sehen wir die Notwendigkeit, Jugendliche anzusprechen und ihre Interessenlage zu erkunden. Auch die Nutzung sozialer Netzwerke im Internet könnte zu diesem Zweck ausgebaut werden.

8. Spielplätze / Bolzplätze

Spiel- und Bolzplätze sind für die Entwicklung unserer Kinder enorm wichtig. Vor allem gilt dies in unserer in großem Maß bebauten und technisierten Umwelt. Spielplätze bieten hier Raum zum Toben, Klettern, Balancieren etc. Es ist uns wichtig, dass unsere bestehenden Spielplätze erhalten bleiben, gepflegt und Spielgeräte, die nicht mehr dem Sicherheitsstandard entsprechen, möglichst zeitnah ersetzt werden. Die bestehenden Bolzplätze sollten ebenso wie die Spielplätze kontinuierlich saniert werden.

9. Kindgerechtes Wohnumfeld

Vor allem in der Umgebung von Spielplätzen, Kindergärten und Schulen wollen wir verstärkt verkehrsberuhigte Bereiche (sog. Spielstraßen) ausweisen. Verkehrsberuhigte Bereiche haben gegenüber Tempo-30- Zonen vor allem folgende Vorteile: Fußgänger und Autos sind rechtlich gleichgestellt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt Schrittgeschwindigkeit. Das ist ein großer Sicherheitsgewinn für unsere Kinder.

Chancengleichheit in Bildung und Betreuung ist und war uns stets ein Anliegen.

Soziales, Integration und Inklusion

1. Stärkere Beachtung der Anliegen älterer Menschen

In Folge des demoskopischen Wandels stellen ältere Menschen auch in unserer Gemeinde längst keine Randgruppe mehr dar. Der Anteil der über 60-Jährigen steigt stetig und das bedeutet, dass wir auf die veränderten soziokulturellen Rahmenbedingungen mit einem entsprechenden kommunalen Konzept reagieren müssen. Dabei verläuft die Lebensphase Alter sehr unterschiedlich. Aktive, mobile, engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ihr Leben weitgehend selbständig und selbstbestimmt gestalten, verfügen über vielfältige Potentiale und Ressourcen, die für das Gemeinwesen von hohem Wert sein können. Anderseits gibt es Seniorinnen und Senioren mit konkretem Bedarf an Unterstützungs-, Hilfs- und Pflegeleistungen. Das heißt insgesamt, dass Bedürfnisse sehr differenziert betrachtet werden müssen.

Auf jeden Fall steht der ältere Mensch als Individuum im Mittelpunkt einer mitmenschlichen Nachbarschaft. Unsere kommunale Seniorenpolitik verfolgt daher folgende wesentliche Perspektiven in Bezug auf:

• Seniorengerechtes Wohnen

Die Möglichkeiten im Bereich des betreuten Wohnens und die Einrichtungen von Wohngemeinschaften müssen auf- und ausgebaut werden, sowie die Seniorenhäuser „Kleeblatt“ mit guten Standards erhalten werden.

• Versorgungsinfrastruktur

Um den Anforderungen von Seniorinnen und Senioren in ihrem Alltag gerecht zu werden, ist die Schaffung von vermehrt barrierefreien Zugängen zu Einzelhandel und Ärzten vonnöten, Supermärkte können mit Hilfe von Ruhebänken oder Einkaufsassistenzen seniorengerecht umgestaltet werden.

• Verkehrsinfrastruktur

Um Seniorinnen und Senioren die nötige Mobilität zu sichern, können Fahrdienste organisiert werden, eine Mitfahrzentrale aufgebaut und Pendelbusse zu Veranstaltungen (z.B. im Bürgersaal) eingerichtet werden.

• Öffentlicher Raum

Um insgesamt eine höhere Attraktivität für Seniorinnen und Senioren zu erreichen, muss bei Baumaßnahmen der Gemeinde auf Barrierefreiheit geachtet werden.

• Förderung des Ehrenamts und bürgerschaftlichen Engagements

Dabei müssen ältere Menschen in diese Entscheidungsprozesse von der Gemeinde direkt einbezogen werden.

2. Integration von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern

Menschen mit Migrationshintergrund sind ein wesentlicher, nicht unerheblicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Auch in Tamm leben zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner aus unterschiedlichen Ländern. Sie bringen ihre Kultur und ihre Sprache mit. Die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen stellt für unsere Gemeinde eine große Herausforderung dar, die von jedem Einzelnen, aber auch von unserer Kommunalverwaltung aktiv mit gestaltet werden muss. Der Dialog zwischen den verschiedenen Nationalitäten, Kulturen und Religionen muss noch stärker als bisher von uns allen gefördert werden. Als besonders wichtige Arbeitsfelder möchten wir für unsere Gemeinde Tamm folgende Bereiche nennen:

• Förderung der deutschen Sprache

Zum Beispiel durch Sprachförderprogramme, Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenbetreuung

• Herstellung und Pflege sozialer Kontakte

Förderung und Unterstützung von interkulturellen und interreligiösen Vereinen, Initiativen, Selbstorganisationen

• Beteiligung am kommunalpolitischen Leben

Kommunaler Ansprechpartner für Migrantenangelegenheiten und Bildung eines Migrantenbeirats Gelingen wird diese Integration bei uns in Tamm nur, wenn wir es lernen, uns partnerschaftlich zu begegnen.

3. Teilhabe (Inklusion) von Menschen mit Behinderungen

Die UNO-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde 2007 von der Bundesregierung unterzeichnet und ist seit 2009 gültiges Recht in Deutschland. Sie stellt den Grundsatz der Inklusion – des selbstverständlichen Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung in jeder Lebensphase – in den Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage sind auch Kommunen aufgefordert, bei der Umsetzung der Gesetze und der Konvention ihre Beiträge zu leisten.

Als Tammer Gemeinde haben wir damit die Pflicht und die Aufgabe, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort so zu gestalten, dass eine Inklusion von Menschen mit Behinderung möglich wird und bestehende Benachteiligungen abgebaut werden.

• Selbstbestimmtes Leben

Die Selbstbestimmungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen müssen – ohne Unterscheidung zwischen den Behinderungsarten – gestärkt werden.

• Selbsthilfegruppen

Um die Inklusions- und Partizipationspotentiale von Menschen mit Behinderung weiter auszubauen, sollen Selbsthilfeförderprogramme und Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderung unterstützt werden.

• Inklusive Bildung

Es muss weiterhin ein inklusives Bildungssystem geschaffen werden, bei dem Kinder mit Behinderungen nicht aus dem Tammer Schulsystem ausgegrenzt, sondern von Anfang an und selbstverständlich einbezogen werden. Dies gilt ebenso für die frühkindliche Bildung in unseren Kindertageseinrichtungen. Das gemeinsame Leben und Lernen aller Kinder soll damit zur Regel werden. Gleichzeitig müssen aber die personellen und materiellen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die besonderen Bedürfnisse, die Kinder mit Behinderungen haben, auch befriedigt werden.

• Barrierefreiheit als Grundrecht

Eine barrierefreie Umwelt kommt jedoch nicht nur Menschen mit Behinderungen zu Gute, sondern erleichtert und ermöglicht älteren Personen, Familien mit Kindern und zeitweise mobilitätseingeschränkten Menschen den Alltag.

Barrierefreiheit muss selbstverständlich bei Bau und Umbau von Wohnraum berücksichtigt werden. Wir wollen dafür ein Bewusstsein sowohl bei Bauprofis als auch in der Bevölkerung schaffen. Unser Ziel ist, dass Barrierefreiheit bei Planung und Ausführung mitbedacht wird. Dies gilt insbesondere für Baumaßnahmen der öffentlichen Hand.

• Politische Teilhabe, Teilhabe am kulturellen Leben

Unterstützung und Förderung von örtlichen Vereinen, die sich speziell für Menschen mit Behinderung im Freizeitbereich einsetzen.

• Einrichtung eines Inklusionforums

Regelmäßige Kontakte mit Behinderteninitiativen, -vereinen (u.a. VdK) und Betroffenen. Erstellung eines Inklusionskonzepts in Tamm.

Mit diesem Maßnahmenkatalog möchten wir ein deutliches Signal setzen, dass uns die Belange von Menschen mit Behinderung und ihre soziale Teilhabe am Alltagsleben in unserer Gemeinde wichtig sind. Es geht uns um die Beseitigung von Benachteiligungen und die Ermöglichung der Führung eines selbstbestimmten Lebens.

4. Einrichtung einer Fachstelle für soziale Fragen

Um all den aufgeführten sozialen Anliegen gerecht zu werden, wollen wir die Einrichtung einer Fachstelle für soziale Fragen. Deren vordringlichste Aufgabe wäre es, in einem Forum mit allen Beteiligten aus der jeweiligen Arbeit und den Zielgruppen Konzepte zu den Bereichen Senioren, Behinderte und Migranten zu erarbeiten. Diese Fachstelle kann dann gleichzeitig Anlaufstelle für verschiedenste Fragen von diesen Zielgruppen sein.

Die Umsetzung der sozialen Fragen in Tamm kann aber letztendlich nur gelingen, wenn nach dem Grundsatz vorgegangen wird „Nicht über uns ohne uns“. Wir wollen gemeinsam gestalten für eine soziale Zukunft in Tamm.

Wir schaffen gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ortsentwicklung

Im Mittelpunkt unseres politischen Handelns steht der Mensch. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Tamm familien- und kindgerecht sowie senioren- und behindertengerecht gestaltet wird.

In Tamm hat sich in den letzten 15 Jahren bei der Ortsentwicklung viel getan. Im Ortskern wurde der Bürgersaal, ein Einkaufszentrum, ein neuer Bahnhofsvorplatz, eine Sporthalle sowie ein neuer Rathausplatz gebaut. Das Wohngebiet Egelsee und Kernäcker I sind vollständig bebaut,; mehrere Innenverdichtungen wurden vollzogen (Pura Vida, Carrée Solaire, ehemalige TV-Halle). Das gemeinsame Gewerbegebiet Laiern bietet nur noch wenige freie Plätze.

Was wollen wir in der Zukunft?

Wohngebiete: Innen- vor Außenentwicklung. Wie bereits erwähnt, wurden in den letzten Jahren einige Wohngebiete gebaut und für die Zukunft mit Kernäcker III ein neues Wohngebiet beschlossen.

Tamm hat pro km² 1.420 Einwohner, mehr als Bietigheim (1.341) oder Markgröningen (506). Deutschland hat im Durchschnitt 226 Einwohner pro km². Die rasante Tammer Entwicklung liegt unter anderem daran, dass Tamm an der von der Region Stuttgart ausgewiesenen Entwicklungsachse liegt.

Es gibt eine Verantwortung für die bereits hier lebenden Menschen, die ein lebenswertes ökologisches Umfeld benötigen. Wir sind für eine maßvolle Wohnraumverdichtung innerhalb bestehender Wohngebiete sowie eine behutsame Außenentwicklung.

Der Verband der Region Stuttgart ist für die Ausweisung eines neuen Wohnbauschwerpunktes in Tamm. Bürgermeister Zeller spricht sich ebenfalls für die Ausweisung zusätzlicher Wohngebiete über die Bedürfnisse der Tammer Bevölkerung hinaus aus. Die SPD ist für eine maßvolle Entwicklung von Kernäcker III unter der Voraussetzung eines für den Ort verträglichen Verkehrskonzeptes; auch die Arrondierung der Wohnbebauung zwischen Calwer Straße und MGH Harmonie können wir uns vorstellen. Weitere zusätzliche Wohngebiete außerhalb der jetzigen Ortsgrenze und den bereits beschlossenen neuen Wohngebieten (Innen- vor Außenentwicklung) und somit auch die Ausweisung des im Regionalplan verankerten neuen Wohnbauschwerpunktes in Tamm (17 ha im Anschluss Hohenstange/Egelsee) lehnen wir ab.

Angesichts des demografischen Wandels werden mehr barrierefreie Wohnungen benötigt; dieser Aspekt sollte sowohl bei Neubaumaßnahmen als auch bei Sanierungsmaßnahmen im Bestand berücksichtigt werden. Außerdem gibt es in Tamm einen erheblichen Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen. Bei neuen Baugebieten ist darauf zu achten, dass ein ausgewogenes Verhältnis von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern erreicht und auch bezahlbare Mietwohnungen errichtet werden.

Bei neuen Baugebieten sollten auch zukünftig junge Tammer Familien gefördert werden.

Ortszentrum

Die Entwicklung im Ortszentrum ist noch nicht abgeschlossen. Eine Neuordnung der Bebauung südlich des Rathausplatzes sollte fortgesetzt werden und somit die Attraktivität der neuen Ortsmitte erhöhen.

Entwicklung Hohenstange

Die Nahversorgung im Einkaufszentrum Hohenstange ist seit mehreren Jahren nur mäßig. Die Anziehungskraft des EKZ hat stark abgenommen, manche Schlüsselbranchen sind überhaupt nicht mehr vorhanden (Metzger, Obst). Durch gezielte Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen im Fußgängerbereich der Ulmer und teilweise der Tübinger Straße soll die Attraktivität wieder gestärkt und die Nahversorgung gesichert werden.

Insbesondere für ältere Mitbürger und für Familien mit kleinen Kindern ist dies von zentraler Bedeutung.

Gewerbe

Die Gewerbeflächen im Laiern sind bereits weitgehend vergeben. Vorrang vor der Ausweisung neuer Gewerbegebiete hat die Entwicklung des bestehenden Gewerbegebietes an der Böhringerkreuzung; u.a. hierzu ist eine aktive Wirtschaftsförderung durch die Gemeinde Tamm erforderlich.

Die Weiterentwicklung des Zweckverbandes Laiern im Bereich Kirschenau/ Asperger Sträßle (beim Tammer Schützenhaus) können wir uns unter bestimmten Bedingungen vorstellen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass keine Logistikbetriebe angesiedelt werden, die mit erhöhter Verkehrs- und Lärmbelästigungen verbunden sind.

Für weitere neue Gewerbegebiete sieht die SPD derzeit keinen Bedarf.

Naherholung

Da Tamm bisher innerhalb seines Ortsgebietes kaum Naherholungs-möglichkeiten und Ruhezonen bietet, befürworten wir einen Bürgergarten im Bereich Egelsee. Dieser wäre von allen Ortsteilen gut erreichbar und sollte für alle Bevölkerungsgruppen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bieten. Allerdings dürfen vor dem Hintergrund anderer Aufgaben die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Tamm nicht überstrapaziert werden.

Heute die Grundlagen dafür schaffen, dass wir und unsere Kinder morgen gut leben können.

Verkehr

Durch die Schaffung neuer Wohngebiete entstehen mehr Verkehrsströme. Um dem Interesse der Bürger an einem sicheren und schönen Wohnumfeld gerecht zu werden, ist es notwendig, die Gesamtkonzeption für den Verkehr umzusetzen.

Wo soll der Verkehr gebündelt und welche Gebiete entlastet werden?

Für uns hat eine angenehme ruhige Wohnumgebung Vorrang vor den Interessen durchfahrender Autofahrer.

Der Durchgangsverkehr z.B. in der Hauptstraße hat sich durch die Ortsumfahrung nicht verbessert. Das Verkehrsaufkommen ist nach wie vor zu hoch. Durch eine Veränderung der Einmündung der Bissinger Straße in die Nordumfahrung (Verschiebung nach Westen in den Bereich der Gärtnerei Förster) und in dem Zusammenhang eine Einbahnstraßenregelung im Ortskern, könnte eine Entlastung erfolgen. Planungen wurden bereits im Zusammenhang mit der Schaffung des Gewerbegebiets „Asperger Sträßle“ vorgestellt. Als kurzfristige Maßnahme können wir uns eine Veränderung der vorhandenen Ampelschaltung (Verlängerung der Grünphase für die Rechtsabbieger) vorstellen.

Um überörtlichen Verkehr aus unseren Durchgangsstraßen abzuhalten, sollten die Bahnhofstraße und die Bissinger Straße in eine 30er Zone umgestaltet werden.

Die Schaffung einer Südumfahrung Tamm/Nordumfahrung Asperg lehnen wir ab.

Wir sind für die Einrichtung von mehr verkehrsberuhigten Bereichen, insbesondere bei der Ausweisung von neuen Baugebieten und am Rathaus. Auch vorhandene Straßen müssen auf ihre Eignung als verkehrsberuhigter Bereich geprüft werden.

Der öffentliche Personennahverkehr verbindet die Ortsteile von Tamm nur unzureichend. Alternativen wie ein Ruftaxi würde die Mobilität der Bürger erhöhen.

Es sollte ein Radwegekonzept für den örtlichen und regionalen Radverkehr erstellt werden. Hierzu muss ein Radwegplan erstellt werden.

Die Schaffung von Anwohnerparkplätzen in der Ellwanger Straße sollte überprüft werden.

Der ruhende Verkehr, insbesondere in Wohngebieten parkende Lkw müssen besser überwacht werden.

Förderung der E-Mobilität durch Schaffung von öffentlichen Ladestationen in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger.

Freizeit und Sport

Wir fordern die Erarbeitung eines Sportstättenplans in Zusammenarbeit mit den sporttreibenden Vereinen, Schulen und Kindergärten: Aus Bestand und Bedarf müssen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Prioritäten zur Umsetzung der erarbeiteten Konzeption gesetzt werden.

Defizite sehen wir vor allem im Schulsport bei fehlenden Möglichkeiten zur Leichtathletik (400m-Bahn, Hochsprung). Auch nach dem Bau der Sporthalle Egelsee ist die Hallenkapazität bereits erschöpft, deshalb muss über weitere Möglichkeiten nachgedacht werden.

Zur Aufwertung der Freizeitmöglichkeiten sollte im Rahmen der Grünen Nachbarschaft ein Joggingpfad am Holzweg sowie Sitzmöglichkeiten und eine Kneippanlage am Saubach mit Barfußpfad angelegt werden. Der Barfußpfad könnte durch einen Erlebnispfad für Kinder zusätzlich aufgewertet werden.

Die Dachkonstruktion an der Freizeitwiese Hohenstange (Schneckengrillplatz, Tammagotschi-Hügel) bietet nicht genügend Schutz gegen Regen und sollte daher erweitert werden.

Klima und Umwelt

Für die SPD ist die Erhaltung von Natur und Umwelt eine zentrale Aufgabe.

Tamm ist bereits daran, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Viele der heutigen Forderungen des von den Experten erstellten Klimaschutzkonzeptes überschneiden sich mit den seit langem bestehenden Forderungen der Tammer SPD. Seit dem März 2012 gibt es bei der Bürgerbeteiligung eine Arbeitsgruppe zum Thema Klima, Natur und Umwelt. Wir wollen diese Arbeitsgruppe unterstützen und uns mit den Ergebnissen abstimmen, sodass jeder Bürger sich bei diesem Thema einbringen kann.

Kern der Erkenntnis des Klimaschutzkonzepts ist, dass Tamm einen Umweltbeauftragten benötigt. Seine Aufgaben sehen wir in der Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Gebäude, der Beratung und Unterstützung privater Bauherren sowie der Einbindung bei der Planung öffentlicher Bauvorhaben und neuer Baugebiete. Ebenso soll er den Kontakt zu den örtlichen Naturschutzverbänden pflegen und die Vernetzung ausbauen und koordinieren.

Wichtig für den Klimaschutz ist neben Energieeinsparung die Energiegewinnung.

Wir unterstützen die Errichtung eines Windrads außerhalb des Rotenacker Waldes, sowie Blockheizkraftwerke und Solardächer.

Wir würden eine Energiegenossenschaft in Tamm begrüßen, welche sich um den Stromeinkauf und Stromgewinnung für die Bürger einsetzt.

Bei Sanierungsmaßnahmen öffentlicher Gebäuden sollten Dachbegrünungsmaßnahmen bzw. solare Heizungsunterstützung und Solarstromerzeugung überprüft werden.

Die Gemeinde sollte das Pflanzen von Hochstämmen unterstützen und wieder Zuschüsse gewähren bzw. die Kosten des Pflanzguts übernehmen.

Hecken sollen geschützt oder neu gepflanzt werden. Naturschutzgebiete sollen erhalten bleiben, bzw. ausgedehnt werden. Bei diesen Forderungen ist es sinnvoll Landwirte einzubeziehen.

Mit Flächenressourcen soll behutsam umgegangen werden. In Neubaugebieten sollte deshalb die Einführung eines Baugebots angestrebt werden, um so Brachflächen innerhalb von Baugebieten zu vermeiden.

Bei bestehenden Brachen sollte auf die Eigentümer eingewirkt werden, bzw. die Brache von der Gemeinde übernommen und vermarktet werden.

Die Ausweisung von neuen Baugebieten sollte behutsam erfolgen (siehe Ortsentwicklung).

Wir wollen, dass Tamm eine Fair Trade Gemeinde wird, d.h. dass Produkte für die Kommune unter sozialen und umweltverträglichen Bedingungen verwendet werden. Zusätzlich soll darauf geachtet werden, dass vermehrt regionale Produkte, wie z.B. Beispiel die mobile Apfelsaftpresse, gefördert werden.

Wir unterstützen eine Mitgliedschaft der Gemeinde Tamm bei LEA (Ludwigsburger Energie Agentur), sowie die Belebung und Ausweitung der grünen Nachbarschaft.

Eine E-Bike Tankstelle im Ort könnte eine sinnvolle umweltpolitische Maßnahme sein. Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere die Busanbindung an den Tammer Bahnhof ermöglicht neben der Teilhabe am öffentlichen Leben für Menschen ohne eigenes KFZ auch eine Reduzierung des Individualverkehrs.

Wir wollen, dass bei allen Fragen und Entscheidungen umweltpolitische und ökologische Aspekte berücksichtigt werden.

Sicherheit

Der Erhalt des Polizeiposten in Tamm ist von großer Bedeutung. Mit der Unterbringung im Ortskern ist eine gute Präsenz am Tage gewährleistet. Die Situation in den Abendstunden und am Wochenende ist allerdings nicht optimal. Hier sollte darauf eingewirkt werden, dass die Präsenzstreifen des Polizeireviers Kornwestheim in Tamm verstärkt werden.

Insgesamt sollte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei fortgesetzt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass auch im Bereich der Prävention die Zusammenarbeit mit der Polizei intensiviert wird.

Der Gemeindevollzugsdienst sollte wieder auf eine volle Stelle ausgebaut werden, um mehr Sicherheit auf den Straßen und Plätzen zu gewährleisten. Es sollte auch daraufhin gewirkt werden, dass der Gemeindevollzugsdienst mehr Außendienst leistet.

Wir fordern, dass bei Neubauten und Umbauten sicherheitsrelevante Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Bezüglich der Bahnhofsunterführung müssen Lösungen (z.B. abschließbare Fahrradboxen) gefunden werden, um die dortige problematische Situation zu entschärfen.

Gehölze an öffentlichen Wegen und Plätzen sollten so zurückgeschnitten werden, dass die Übersichtlichkeit und Einsicht gewährleistet ist. Auchdie privaten Grundstücksbesitzer sollten auf ihre Pflichten zur Freihaltung der Wege hingewiesen werden.

Die häufige Kontrolle der Spielplätze und Freizeiteinrichtungen durch den Bauhof halten wir für dringend erforderlich, um eine Gefährdung von Kindern (z.B. durch Glassplitter und defektem Spielgerät) zu verringern.

Die Verwaltung sollte Bauherren über die passive Sicherheit der Baukörper informieren( z.B. durch kriminalpolizeiliche Merkblätter).

Für sehr wichtig halten wir eine gut funktionierende Nachbarschaft. Denn dadurch können die Bürger selbst für eine höhere Sicherheit in ihrem Wohnumfeld beitragen. Eine bürgernahe Sicherheitspolitik und die Einbeziehung der Bürger haben deshalb für uns einen hohen Stellenwert.

Kultur

Mit dem Bau des Bürgersaales wurde zusätzlich zur Kelter eine neue Einrichtung für kulturelle Veranstaltungen geschaffen. Um die Auslastung dieser beiden Stätten zu gewährleisten, wurde zudem eine Hallenmanagerin eingestellt. Bisher ist es noch nicht geglückt, die Kulturarbeit in Tamm zu intensivieren. Die Anzahl der kulturellen Veranstaltungen ist nicht ausreichend. Die Auslastung des Bürgersaals muss erhöht werden, insbesondere die Vermarktung für betriebliche Veranstaltungen, Fortbildungen, Messen etc. muss vorangetrieben werden. Ein Bürgersaal, der mit über 5,5 Millionen Euro zu Buche steht, muss genutzt werden unddies nicht nur für Hochzeiten. Für unsere Vereine wird durch die erhöhte Vereinsförderung auch die Benutzung des Bürgersaals erleichtert. Es sollte überlegt werden, die Stelle des Kulturamtsleiters aufzustocken. Hallenmanagement und Kulturamt müssen intensiv zusammenarbeiten und sich gegenseitig vertreten.

Das besondere Ambiente der Kelter ist als Veranstaltungsort für kleinere Veranstaltungen der Gemeinde selbst sowie den Vereinen weiterhin zu nutzen und zu erhalten.

Die aktive Beteiligung der Bücherei am Tammer Kulturangebot sollte beibehalten werden. Außerdem muss die Bücherei den sich wandelnden modernen Anforderungen stetig angepasst werden: Ausreichende Mittel für Bücher, Medien sowie der Anschluss an das Internet sollen zur Verfügung gestellt werden. Für ältere oder gehbehinderte Mitbürger sollte die Möglichkeit der Fernleihe neu eingeführt werden.

Ergänzend zu den bisherigen Bemühungen in der Kulturarbeit der Gemeinde Tamm regen wir eine weitere Vernetzung mit der Kulturarbeit in Nachbarorten und den kulturtreibenden Vereinen und sonstigen Organisationen (Schulen, Kirchen usw.) in Tamm an.

Wichtig erscheint uns auch (unter Beteiligung von Bürgern im Rahmen eines Agendaprojektes) die Einbeziehung unserer ausländischen Mitbürger. Im Rahmen von Foren könnten diese ihre jeweilige Heimatkultur vorstellen und somit eine Bereicherung unseres Kulturlebens bieten. Höhepunkt könnte ein jährliches „Fest der Kulturen“ sein.

Des Weiteren muss überlegt werden wie der Rathausplatz besser genutzt werden könnte. Mögliche Ideen hierzu sind u.a. Open-Air-Kino, Theater, Weinlaube, Martinimarkt, Kirbe... Die örtlichen Vereine sind in die Planung mit einzubinden. Die Bereitschaft der Vereine hierzu wurde bereits signalisiert.

 

Im Ortsverein

Diese Woche:

Vorstandssitzung am Mittwoch, 18.10.2017 um 19:30 Uhr in der VfB-Gaststätte. Die Sizung ist wie immer mitgliederöffentlich, und wir freuen uns über jede Teilnahme.

Interkommunaler Stammtisch der Ortsvereine Asperg, Markgröningen, Möglingen und Tamm am Dienstag, 17.10.2017 um 19:30 Uhr im TV-Heim in Möglingen.
 

 

 

 

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Leni Breymaier

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